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Roetgen - Freitag, 13.03.2009

Rechtsextremismus in der Region - Berichte und Diskussionen bei der Grenzlandjugend Roetgen e.V.

Im Rahmen von "Generation Jugend - Du hast die Wahl!" hatte die Grenzlandjugend Roetgen den freien Journalisten Michael Klarmann eingeladen.


Rund 40 Zuhörer hatten sich eingefunden, um dem hochinteressanten Vortrag über die rechtsextreme Szene in der Region Aachen zu folgen. Wie aus den Medien und persönlichen "Begegnungen" bekannt, sind auch in unserer Region Rechtsextremisten aktiv. Dabei ist es nicht zwingend der "typische" Neo-Nazi mit Springerstiefeln und Glatze, der in den Vordergrund tritt. Immer häufiger sind es so genannte "Autonome Nationalisten", die aggressiv ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten. "Sie bilden aktionistische Gruppen, die den politischen Gegner auch mit körperlicher Gewalt unmittelbar angreifen", beschreibt Klarmann die Methoden der "neuen" Neonazis. Häufig handelt es sich um Gruppen von Jugendlichen zwischen 15 und 22 Jahren, die äußerlich kaum von Linksautonomen zu unterscheiden sind.


Grenzlandjugend


"Die Aktionen bieten Jugendlichen eine Art von spannender Erlebniswelt", bringt Klarmann die offensichtliche Faszination, die die Bewegung auf manche Jungendliche ausübt, auf den Punkt. "Während die NPD versucht, ihr scheinbürgerliches Image aufrecht zu halten, bekennen sich die Autonomen Nationalisten offen zum Nationalsozialismus und stellen aggressiv die Systemfrage."
Die rechte Szene in unserer Region schätzt der Referent auf rund 150 Personen. "Aber sie wächst und ist nicht auch im Umfeld von Schulen aktiv."



Dem Vortrag folgte eine angeregte und aufschlussreiche Diskussion mit den Zuhörer/innen.


Der Vorsitzende der Grenzlandjugend, Wingolf Klonau, dankte dem Referenten zum Abschluss der Veranstaltung für den höchst interessanten Vortrag.